Eins sein mit dem Rad
Vorbei am wunderschönen Cromarty Firth war ich schon um halb 2 in Tain. Ich bin die Winterroute gefahren. Das Internet gibt für die Fährverbindung der Sommerroute nur Zeitpläne für Juni-September an. Die Tourist Information an der A9, mit näheren Infos zur Fährverbindung, hatte noch nicht auf.
20 km weiter liegt Ardgay, laut Karte auch mit Übernachtungsmöglichkeiten ausgestattet. Ein sehr kleiner Ort am noch schöneren Dornoch Firth mit einem B&B, dessen Besitzer nicht zu Hause waren. Nach ner halben Stunde erschien der Hausherr, der sich aber mit dem Finanziellem nicht auskannte, auf seine demnächst zu erwartende Ehefrau verwies, mir aber wenig Hoffnung machte, dass sie heute an Einzelreisende vermieten würde. Ich setzte mir ein 15 min Zeitlimit auf 16:00. Um Punkt 16:00 erschien sie und teilte mir mit, dass sie mir kein Zimmer anbieten könne, denn sie mache sich Hoffnung, ihre beiden Zimmer noch an Paare vermieten zu können. Als Alternative hatte ich mir schon das Carbisdale Castle, eine Jugendherberge, die laut Hostel Guide ein einzigartiges Ambiente versprach, ausgeguckt. Der Telefonanruf dort war leider negativ, denn das YH sei wegen Renovierung geschlossen - Frostschäden an den Wasserrohren. Auch diese Absage berührte mich nicht besonders, immerhin hatte ich jetzt 90 km auf'm Tacho. Das YH lag 8 km weiter an der Strecke und unweit davon lag ein kleines Hotel. Ich machte sogar einen Abstecher zur YH und tatsächlich gibt es eine Menge Wegweiser zur YH, aber erst auf dem Gelände selber gibt es einen Hinweis, dass es geschlossen ist.
Die NSCR hat sich hier als besondere Rafinesse die Streckenführung über den Fusssteig einer Eisenbahnbrücke einfallen lassen. Der ist nur über Treppen zugänglich. Auch das hat mich heute nicht weiter aufgeregt. Die Aktion mit Gepäck abladen und alles die Treppen runtertragen kostete bestimmt 15 min. Das Hotel auf der anderen Seite renoviert leider seine Zimmer, aber die Bar sei geöffnet, ich lehnte dankend ab (5 Uhr nachmittags und 100 km auf der Uhr).
Ich liess es mir heute auch nicht nehmen auch noch bei den Shin Falls eine Pause zu machen und mir den Wasserfall anzusehen. Lairg liegt am Loch Shin und war nun nur noch 8 km weg. Um kurz vor 18:00 nach 113 km hatte ich mein Quartier in Lairg gefunden.
Man ist Eins mit seinem Rad, wenn nicht die Müdigkeit in den Beinen oder der Schmerz am Hintern die Streckenlänge bestimmt, sondern Lust und einbrechende Dunkelheit die bestimmenden Faktoren werden. Dem war heute so.

[113 km Inbhir Nis-Inbhir Pheofharain-Alanais-Baile Dhubhthaich-Inbhir Sin-An Luirg]
20 km weiter liegt Ardgay, laut Karte auch mit Übernachtungsmöglichkeiten ausgestattet. Ein sehr kleiner Ort am noch schöneren Dornoch Firth mit einem B&B, dessen Besitzer nicht zu Hause waren. Nach ner halben Stunde erschien der Hausherr, der sich aber mit dem Finanziellem nicht auskannte, auf seine demnächst zu erwartende Ehefrau verwies, mir aber wenig Hoffnung machte, dass sie heute an Einzelreisende vermieten würde. Ich setzte mir ein 15 min Zeitlimit auf 16:00. Um Punkt 16:00 erschien sie und teilte mir mit, dass sie mir kein Zimmer anbieten könne, denn sie mache sich Hoffnung, ihre beiden Zimmer noch an Paare vermieten zu können. Als Alternative hatte ich mir schon das Carbisdale Castle, eine Jugendherberge, die laut Hostel Guide ein einzigartiges Ambiente versprach, ausgeguckt. Der Telefonanruf dort war leider negativ, denn das YH sei wegen Renovierung geschlossen - Frostschäden an den Wasserrohren. Auch diese Absage berührte mich nicht besonders, immerhin hatte ich jetzt 90 km auf'm Tacho. Das YH lag 8 km weiter an der Strecke und unweit davon lag ein kleines Hotel. Ich machte sogar einen Abstecher zur YH und tatsächlich gibt es eine Menge Wegweiser zur YH, aber erst auf dem Gelände selber gibt es einen Hinweis, dass es geschlossen ist.
Die NSCR hat sich hier als besondere Rafinesse die Streckenführung über den Fusssteig einer Eisenbahnbrücke einfallen lassen. Der ist nur über Treppen zugänglich. Auch das hat mich heute nicht weiter aufgeregt. Die Aktion mit Gepäck abladen und alles die Treppen runtertragen kostete bestimmt 15 min. Das Hotel auf der anderen Seite renoviert leider seine Zimmer, aber die Bar sei geöffnet, ich lehnte dankend ab (5 Uhr nachmittags und 100 km auf der Uhr).
Ich liess es mir heute auch nicht nehmen auch noch bei den Shin Falls eine Pause zu machen und mir den Wasserfall anzusehen. Lairg liegt am Loch Shin und war nun nur noch 8 km weg. Um kurz vor 18:00 nach 113 km hatte ich mein Quartier in Lairg gefunden.
Man ist Eins mit seinem Rad, wenn nicht die Müdigkeit in den Beinen oder der Schmerz am Hintern die Streckenlänge bestimmt, sondern Lust und einbrechende Dunkelheit die bestimmenden Faktoren werden. Dem war heute so.

[113 km Inbhir Nis-Inbhir Pheofharain-Alanais-Baile Dhubhthaich-Inbhir Sin-An Luirg]
ganymed50 - 4. Mai, 23:00

"Es hingen einst zwei Trauben, wie die Turteltauben
ungestört an einem Strang, ihr ganzes Sommerleben lang.
(...)
Mein Leben tauscht ich dafür ein, nur einmal eins mit dir zu sein."
Aber offensichtlich kannst du ja auch hin und wieder mal loslassen und nicht nur das Rad genießen.
Hannes